Jeder Mensch legt im Laufe seines Lebens eine gewaltige Strecke zu Fuß zurück. Dabei wird nicht selten den Füßen nur wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Erst bei Störungen der Funktion rücken sie in unser Bewusstsein und erinnern uns an ihre wichtigen Aufgaben.
Neben den angeborenen Veränderungen am Fuß spielen in der täglichen Praxis vor allem über einen langen Zeitraum langsam erworbene Fußveränderungen eine Rolle.
Die häufigsten Störungen der Fußfunktionen entstehen durch Nachlassen der stabilisierenden Gewebespannung und den damit verbundenen Fuß- und Zehendeformitäten.
Die häufigste und bedeutsamste Zehendeformität ist die Ballenbildung am Großzeh. Hierbei kommt es zu einer Abweichung der Großzehe im Grundgelenk nach außen und des Mittelfußknochens nach innen. Diese Veränderungen entstehen meist beidseits bei Spreizfüßen, Frauen sind häufiger betroffen.Auch Hammer- und Krallenzehen spielen eine Rolle bei der Beeinträchtigung der Fußfunktion.Die Behandlung von Fußdeformitäten erfolgt sowohl konservativ als auch operativ oder in Kombination der beiden Möglichkeiten.
Mit Hilfe der Röntgendiagnostik lässt sich ein gutes Abbild der knöchernen Verhältnisse erzielen, darauf basiert die Festlegung der entsprechenden Behandlung. Auch in der operativen Therapie von Fußdeformitäten hat sich in den vergangenen Jahrzehnten ein Wandel verzogen, ein nicht geringer Anteil ist ambulant durchführbar. Auch in unserer Praxis erfolgt die ambulante Versorgung selbst komplexerer Veränderungen.
Konservativ kommen neben medikamentöser und krankengymnastischer Behandlung auch maßgefertigte Einlagen, Schuhzurichtungen oder orthopädische Schuhe zum Einsatz.
Selbstverständlich spielen auch Verletzungen am Fuß eine Rolle. Hier sind die Versorgungsmöglichkeiten in unserer Praxis von der Ruhigstellung durch Bandagen oder Schienen bis hin zur operativen Versorgung von Frakturen der Fußknochen gegeben.