Schlüsselbein, Schulterblatt, Oberarm und Brustwand bilden eine funktionelle Einheit. Die Verbindung dieser einzelnen Elemente untereinander erfolgt durch Bänder und Gelenke. Wir finden hier das Schultereckgelenk (zwischen Schulterhöhe und Schlüsselbein), das eigentliche Schultergelenk und das innere Schlüsselbeingelenk (zwischen Schlüsselbein und Brustbein). Im Schultergelenk ist die obere Extremität frei aufgehängt. Sie hat dadurch eine außerordentlich gute Beweglichkeit in nahezu allen Ebenen. Der Schultergürtel selbst ist über Muskelmanschetten mit dem Brustkorb in Verbindung. Erkrankungen oder Verletzungen an irgendeiner Stelle des Schultergürtels können zu einer Störung der funktionellen Harmonie über die eigentliche Erkrankungs- oder Verletzungsstelle hinaus führen. Die Behandlung von Erkrankungen des Schultergürtels zielt mit all ihren Maßnahmen vor allem auf die Wiederherstellung der ungestörten Funktion und weniger auf eine ideale anatomische Wiederherstellung.
Die wichtigsten Erkrankungen am Schultergürtel sind Entzündungen, Gelenkverletzungen, Veränderungen oder Verletzungen der Rotatorenmanschette, Knochenbrüche oder Gelenkverrenkungen und nicht zuletzt arthrotische und degenerative Veränderungen.
Die Sicherung der Diagnose erfolgt durch genaue Befragung, gezielte klinische Untersuchung, Ultraschall- und Röntgenuntersuchung sowie in speziellen Fällen durch Kernspintomographie oder spezielle Computertomographie.
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