Nahezu jeder Mensch hat im Laufe seines Lebens irgendwann einmal Rückenbeschwerden, die auf akute oder chronische Erkrankungen der Wirbelsäule zurückzuführen sind. Am häufigsten sind dabei die beweglichen
Abschnitte unseres Achsenorganes, nämlich die Halswirbelsäule mit ihren 7 Wirbeln und die Lendenwirbelsäule mit ihren 5 Wirbeln, betroffen.
Störungen der Funktion der Halswirbelsäule führen nicht selten zu immer wiederkehrenden Muskelverspannungen, Kopfschmerzen oder Ausstrahlungen in die Schulter-Arm-Region. Neben akuten Funktionsbeeinträchtigungen und Verletzungen sind häufig auch chronische Erkrankungen Ursache für Befindlichkeitsstörungen.
Die Untersuchung konzentriert sich auf die Suche nach der Ursache der Funktionsstörung. Dabei werden neben akuten Blockierungen der Halswirbelsegmente auch Veränderungen an den kleinen Wirbelgelenken und den Bandscheiben festgestellt. Zur Diagnostik steht dabei neben der gründlichen klinischen Untersuchung die Röntgenuntersuchung der Halswirbelsäule in verschiedenen Ebenen sowie weiterführende Maßnahmen wie Computertomographie oder Kernspintomographie zur Verfügung.
Die Behandlung der Blockierungen erfolgt durch gezielte chirotherapeutische Manipulation, nachfolgend kommen Medikamente oder krankengymnastische Behandlungen zur Anwendung.
Die Behandlungsmöglichkeiten bei Bandscheibenerkrankungen werden am Ende dieses Kapitels zusammen mit Bandscheibenerkrankungen der Lendenwirbelsäule besprochen.
Durch verschiedene physikalische Therapieverfahren wird die Behandlungspalette in den letzten Jahren kontinuierlich erweitert. Zu diesen Maßnahmen zählen die Anwendung von Kurzwellen oder Ultraschallwellen sowie die Nutzung des Magnetfeldes.
In Bielefeld besteht seit 1999 die Möglichkeit der gezielten Kräftigung der kurzen Wirbelsäulenmuskulatur durch ein spezielles Trainingsprogramm.